Medizin für die Seele - was wir selbst tun können

Medizin für die Seele - was wir selbst tun können

Wenn der Körper erkrankt ist, stehen nahezu unzählige Präparate zur Verfügung, um Heilungs- und Regenerationsprozesse zu aktivieren. Dass die Naturkunde hier eine wertvolle Alternative zu der klassischen Schulmedizin darstellt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Ist die Seele hingegen erkrankt, müde oder erschöpft, scheint es keine direkte Medizin für die Seele zu geben. Chemische Mittel können den Effekt der Niedergeschlagenheit und Schwermut auf lange Sicht sogar noch verschlimmern und daher ist es umso wichtiger, selbst aktiv zu werden und sozusagen den Stein der Weisen zu suchen. Die Analogie mag etwas hinken, doch geht es auch hier im Grunde in gewisser Hinsicht um metaphysische Prozesse und Alchemie. Wichtig ist bei der Suche, auf seine ganz eigene innere Stimme zu hören und sich nicht von außen blenden, genauer gesagt manipulieren zu lassen. Jeder Mensch trägt ein Licht in sich und sind Wolken aufgekommen, gilt es diese ein Stück weit zu vertreiben, damit wieder mehr Licht und Leichtigkeit durchdringen kann.

Medizin für die Seele – was ist das?

Der Körper lässt sich fühlen, anfassen und spüren, da er aus Materie besteht. Mit materiellen Stoffen lässt er sich aufrechterhalten und je nach Wertigkeit der Stoffe (Nahrung, Kräuter, Heilpflanzen, Nikotin, Alkohol usw.) funktioniert der Körper unterschiedlich gut oder schlecht. Das Gleiche trifft auch auf den Geist respektive auf die Seele zu. Doch hier ist es anfangs nicht so leicht, den Überblick zu haben, weil hier im scheinbar Verborgenen die Fäden gezogen werden. Doch wie schlechte Körpernahrung zu körperlichen Einschränkungen führen kann, so kann auch schlechte geistige Nahrung den Geist regelrecht trübe machen und zermürben. Das müssen Betroffene auf keinen Fall so hinnehmen. Oft sehen wir nur den Wald vor lauter Bäumen nicht und wissen nicht, wo wir anfangen sollen, damit wir endlich wieder zufriedener und glücklicher werden können. Der erste wichtige Schritt besteht darin, sich bewusst zu machen, dass es definitiv möglich ist und wir selbst die Kraft in uns haben, auch wenn mitunter Hilfe von außen nötig sein kann.

Kleine Änderungen können Positives bewirken

Wenn wir uns erst mal bewusst gemacht haben, dass wir selbst einen wichtigen Teil für unsere Lebensqualität beitragen können, dann ist das schon mal ein großer, wenn nicht der wichtigste Schritt in ein angenehmeres Leben. Kleine Änderungen können dabei schon einen großen Nutzen haben. Welche Änderung das im Einzelnen ist, kann dabei natürlich jeder Mensch selbst entscheiden, doch ist es wichtig, dass wir Menschen positive Anreize und Inspirationen bekommen. Wir alle sind uns in gewisser Hinsicht so ähnlich und dann doch wieder enorm unterschiedlich. Daher mag es der eine vielleicht besonders gerne, sich lange in der freien Natur aufzuhalten, während ein anderer die Cafés in der Stadt bevorzugt oder auch einfach die gemütliche Couch in den eigenen vier Wänden. Wichtig ist, etwas zu finden, was wirklich gut tut und das dann konzentriert in seinem Leben zu zelebrieren. Von diesen positiven Anreizen und Impulsen gibt es eine Menge, dabei können wir klein anfangen und auch stabilisierende Rituale pflegen.

  • Auf ein harmonisches Umfeld achten
  • Regelmäßig kleine Runden spazieren gehen (Natur bewundern)
  • Auf Bewegung setzen (Tanzen, Sport, Walken)
  • Schöne Musik hören (Klavier, Meditation, Geige)
  • Sinnvolle Literatur lesen (Erinnerungen, Ratgeber)
  • „Positive“ Serien und Filme schauen
  • Kreativ werden

Kleine Rituale geben Halt und Sicherheit

In einer Welt, die sich so schnell verändert, dass einem der Atem stocken könnte, gibt es kaum etwas Tröstlicheres als kleine aber feine Rituale. Dies kann der frisch aufgebrühte Kaffee am Morgen sein, die erlesene Teestunde am Nachmittag, der Kuchen am Sonntag, die Fantasiereise am Abend und dergleichen. Wer mag, kann diese Rituale bewusst zelebriere und sogar noch etwas ausbauen. Kaffeeliebhaber können insbesondere eine schöne Kaffeemühle erstehen und ganze Kaffeebohnen selbst mahlen oder Teefreunde achten bei dem Kauf auf losen Bio-Tee, vorzugsweise aus der Apotheke. Allein der Kamillentee mit seinen frisch duftenden Kamille-Köpfen aus der Apotheke zeigt, dass Tee noch lange nicht gleich Tee ist. Auch was die Fantasiereisen, Filme und dergleichen angeht, ist es wichtig, bei der Auswahl auf Hochwertigkeit zu achten, denn solche Medien tun Geist und Seele besonders gut. Wir kennen doch alle das Phänomen, dass man sich nach einem wirklich guten Film, Buch oder Musikstück einfach besser fühlt. Diese Gefühle können wir, sooft es geht, heraufbeschwören.

Meditation und Tagebuch

Als Medizin der Seele gelten auch Aktivitäten wie Tagebuch schreiben, fotografieren, Meditation, Yoga und die eigene kleine Unterhaltung mit Natur und Universum. Wer sich allein nur ein klein wenig mit der Welt der Naturwissenschaften beschäftigt, wie etwa den Mikro- und den Makrokosmos, wird schnell berührt sein von der Großartigkeit der Dinge und das es im Leben im Grunde keinen Zufall geben kann. Auch diese Sinnhaftigkeit tut der Seele gut und lässt sie immer wieder mal aufatmen, auch im hektischen Alltag. Damit dieser Alltag nicht zu sehr aufs Gemüt drückt, ist es wichtig, jeden Tag mindestens ein bis zweimal bewusst zur Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken.

Über den Autor

Unter Gastartikel veröffentlichte Artikel wurden speziell für Blazingtalk.eu erstellt.

Gastartikel Gastbeiträge