• Der ICD-Code ermöglicht es, Krankheiten und Diagnosen einheitlich und vereinfacht zu nennen. Jede Stelle des Codes hat eine Bedeutung und ist nach einem festen System aufgebaut.

    1 International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems

    Vereinfacht ICD genannt ist der lange Name des einfachen kleinen Schlüssels, welcher es Ärztinnen und Ärzten ermöglicht schnell und einfach eine Diagnose auf ein medizinisches Dokument zu schreiben.

    1.1 Wofür stehen die Buchstaben und Ziffern?

    Ein Buchstabe und zwei Zahlen sind der Grundschlüssel, welcher von A00 bis Z99 reicht. Hinter den drei Zeichen befindet oft noch ein Punkt und eine weitere Zahl, welche die Diagnose genauer spezifiziert.

    So steht J10.0 für eine Grippe mit saisonalen nachgewiesenen Influenza-Viren.

    1.2 Wofür stehen die zusätzlichen Zeichen?

    Hinter dem oben genannten Code können zusätzliche Informationen in Form von weiteren Buchstaben angegeben werden.
    R, L und B geben die Körperregion an. So steht R für Rechts, L für Links und B für Beidseitig.

    Es kann aber auch etwas zu Diagnose mitgeteilt werden. So finden wir auch A, G, V und Z hinter dem Code. Die Erklärung hierzu ist auch relativ simpel.
    A ist Ausgeschlossen, G ist Gesichert, V ist Verdacht und Z ist der Zustand nach der betreffenden Diagnose.
    So kann ein S83.53 R A doch gut sein: Das rechte vordere Kreuzband ist nicht gerissen.

    2 Wozu ist das gut?

    Ziel des ICD ist es, eine Krankheit weltweit einheitlich zuzuordnen. In Deutschland sind Ärztinnen und Ärzte dazu verpflichtet, nach ICD-10-GM zu verschlüsseln. Das GM steht hierbei für German Modification. So ist klar, dass es sich hierbei um die für Deutschland angepasste ICD-Version der WHO handelt. Dadurch können internationale Gesundheitsstatistiken erstellt werden und die Abrechnung über die Krankenkassen oder Rentenversicherungen ist viel einfacher und schneller.